„Jetzt erst recht“ – Dortmunds Demokratiefest am 4. Juli ist ein voller Erfolg
Die Sonne am Dortmunder Himmel wirft an diesem Samstag Morgen einen besonderen Glanz in die Bürgerhalle des Rathauses am Friedensplatz. Es ist der 4. Juli 2026 und somit der 250. Jahrestag US-amerikanischer Unabhängigkeit. Dortmund feiert diesen Tag mit einem Fest, bei dem es nicht um Politik ging, sondern das Kultur, Demokratie und besonders zwischenmenschliche Beziehungen in den Mittelpunkt rückte.
„Jetzt erst recht“, lautete das inoffizielle Motto, mit dem Prof. Walter Grünzweig, Mitinitiator der Kooperative zu USA@250, seine Motivation für die Großveranstaltung mit Orchesterkonzerten, Wortbeiträgen, Talkrunden und einem großen Rahmenprogramm im Stadtgarten erklärte. Krishna Thiagarajan, neuer Stabstellenleiter des Kulturressorts bei der Stadt Dortmund, der selbst 30 Jahre in den Vereinigten Staaten lebte und im Kultursektor arbeitete, ergänzte, dass in Zeiten, in denen die Politik für mehr Spaltung als Einigung sorgt, es immer die kulturellen, künstlerischen und vor allem zwischenmenschlichen Beziehungen seien, die Nähe herstellen und die Menschen versöhnen.
Dortmunder Herzlichkeit hinterlässt tiefen Eindruck
Hoher Besuch kam zu diesem feierlichen Anlass aus Düsseldorf. Die US-Generalkonsulin Preeti V. Shah ließ es sich nicht nehmen, um sich selbst davon zu überzeugen, was die Dortmunder alles vorbereitet haben, um ihre tiefe Wertschätzung gegenüber ihrer transatlantischen Freundschaft mit den USA zu verdeutlichen. Sogar die Bürgermeister von Dortmunds Partnerstädte Bufallo, NY und Pittsburgh, PA schickten zum Dank und Gruße sogenannte „Shoutouts“, d.h. kleine Videobotschaften an die Dortmunder Stadtgesellschaft.
Die Herzlichkeit mit der Konsulin Shah in Dortmund empfangen wurde, hinterließ einen tiefen Eindruck. In ihrer Ansprache erklärte sie, dass von allen Orten, an denen sie bereits diplomatischen Dienst geleistet habe, Deuschland, oder genauer, NRW, ein Ort von absoluter Beispiellosigkeit sei, wenn es um die Beziehungspflege mit den USA geht. Und wie das Jahresprogramm zu USA@250 auch für die zweite Jahreshälfte klar hervorhebt, zeigt sich diese Beziehungspflege in zahlreichen Bereichen des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens in Dortmund.
Wie auf Tagesschau.de berichtet wurde, feiert Dortmund „die amerikanischen Grundwerte“ wie kaum eine andere Stadt in Deutschland („Baseball, Barbecue und Demokratie-Debatte: Dortmund feiert 250 Jahre USA“, 4.7.2026). Die Flaggen vor dem Rathaus stehen auf Urban Diplomacy. Am Mottobeet am Südwall entsteht ein Gruppenfoto mit der US-Konsulin umringt von Mitgliedern aus Stadt und Wissenschaft. Bei den Konzerten von Universitätsorchester und der Big Band der Glen Buschmann Jazz Akademie ist kein Stuhl mehr frei, während sich draußen beim großen Outdoor-BBQ im Stadtgarten die Leute bei kalten Getränken, coolem Rodeoreiten und krassen Bühnenshows mit Live-Musik und Tanzeinlagen vergnügen.
Es geht munter weiter im Programm
Jetzt erst recht geht es munter weiter, denn USA@250 feiert jetzt erst Halbzeit. Das Jubiläumsjahr bietet zahlreiche weitere Gelegenheiten, die USA aus kultureller, historischer und gesellschaftlicher Perspektive zu entdecken.
Die Volkshochschule Dortmund beteiligt sich mit einem umfangreichen Programm. Über das gesamte Jahr hinweg bietet die VHS Vorträge, Diskussionen und Veranstaltungen zur Geschichte, Kultur und Gegenwart der Vereinigten Staaten an und lädt dazu ein, die USA aus unterschiedlichen Perspektiven kennenzulernen.
Im Botanischen Garten Rombergpark wurden eigens neue Führungen in das Vermittlungsprogramm aufgenommen. Unter Titeln wie „USA – Land der botanischen Superlative“ oder „Transatlantische Beziehungen – Neophyten aus den USA“ wird die Verbindung zwischen nordamerikanischer Pflanzenwelt und Dortmund erlebbar.
Darüber hinaus laden mehrere Ausstellungen weiterhin zum Besuch ein – darunter „Football That Hits Different – Der BVB in den USA“ im BORUSSEUM sowie die Ausstellung „USA@250“ in der Stadt- und Landesbibliothek, die Geschichte, Verfassung und demokratische Entwicklung der Vereinigten Staaten beleuchtet.
Auch das Hoesch-Museum greift das Thema auf: Am 14. Juli widmet sich ein Museumsgespräch der „Kalifornischen Architekturmoderne in Deutschland“ und schlägt damit den Bogen zum berühmten Stahl-Bungalow aus Hoesch-Produktion.
Höhepunkte im Herbst
Auch in den kommenden Monaten hält das Jubiläumsprogramm zahlreiche weitere Höhepunkte bereit. Im Konzerthaus Dortmund startet im September die Reihe „Kopfnoten – Eine musikalische Geschichte Amerikas“, die Musikgeschichte und Zeitgeschichte miteinander verbindet. Am 14. September steht dabei „Aus der Alten in die Neue Welt – Die Anfänge“ auf dem Programm, bevor am 5. Oktober unter dem Titel „Es war einmal in Amerika – Haben wir einen Kulturkonflikt?“ unter anderem ZDF-Washington-Korrespondent Elmar Theveßen über die transatlantischen Beziehungen diskutiert.
Zu den musikalischen Höhepunkten des Herbstes zählt außerdem die konzertante Aufführung von George Gershwins „Porgy and Bess“ mit dem Chineke! Orchestra und der Cape Town Opera am 11. Oktober. Im Dezember folgen mit Gregory Porter & Orchestra (8. Dezember), dem Classical American Songbook mit Erika Baikoff (9. Dezember) sowie dem Jazz at Lincoln Center Orchestra (10. Dezember) weitere internationale Spitzenproduktionen im Rahmen des USA@250-Schwerpunkts des Konzerthauses.
Hier geht’s zum Artikel im Newsroom der Stadt Dortmund | presse-service.de
Das vollständige Programm mit allen Veranstaltungen und laufenden Aktualisierungen ist auf der Projektseite verfügbar:
Dortmund feiert am 4. Juli Demokratie, Kultur und die transatlantische Freundschaft
Burger und Baseball, Live-Musik und Line Dance: Mit Musik, Gesprächen, Sport und Kultur feiert Dortmund am 4. Juli den 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit. Im Mittelpunkt stehen demokratische Werte, internationale Begegnungen und die enge Verbindung zu den USA.
Mit Konzerten, Diskussionen, Sportangeboten, Mitmachaktionen und kulturellen Beiträgen laden die Stadt Dortmund und die Technische Universität Dortmund als Veranstalterinnen gemeinsam mit vielen Partnern dazu ein, die vielfältigen Beziehungen zwischen Dortmund und den USA zu erleben und kritisch zu reflektieren.
Das Fest ist Teil des Jahresprogramms „USA@250 – Experiment Demokratie“, an dem sich rund 40 Institutionen aus Wissenschaft, Kultur, Wirtschaft, Bildung und Zivilgesellschaft in Dortmund beteiligen.
Parallel zum Programm im Rathaus ab 12 Uhr verwandelt sich die Stadtgartenwiese ab 15 Uhr in ein sommerliches Festivalgelände. Besucherinnen und Besucher erwartet ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm mit Live-Musik, Tanz, Interviews und Mitmachaktionen. Mit dabei sind unter anderem die Akustik-Pop-Band „golden shade“, die Rock- und Pop-Coverband „Trials of Life“, die Rock’n’Roll-Formation „Danny & the Chicks“, die Cheerleader von Unity Cheer sowie ein Line-Dance-Angebot für alle, die selbst aktiv werden möchten.
Auch abseits der Bühnen gibt es viel zu entdecken. Rodeo-Reiten, Baseball im Batting Cage der Dortmund Rhinos, Discgolf, Graffiti-Workshops, Aktionsstände des Dortmunder Demokratienetzwerks und weitere Angebote laden zum Mitmachen ein. So verbindet das Fest politische Bildung, Kultur und Freizeit auf unterhaltsame Weise.
Für das passende amerikanische Lebensgefühl sorgen Burger und andere typische BBQ-Spezialitäten, Cocktails und ausgewählte amerikanische Weine.
Beim DJ-Picknick mit DJ Delaluz am Abend klingt der Feiertag schließlich entspannt unter freiem Himmel aus.
In a nutshell: Ein Fest für alle Generationen!
4. Juli 2026, 12 – 21 Uhr
Bürgerhalle im Rathaus und auf der Stadgartenwiese an der Prinzenstraße
Eintritt frei!
12–14 Uhr ℓ Townhall Event mit Paneldiskussion (Einlass 11:30)
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14:15–17 Uhr ℓ Townhall-Konzerte: Universitätsorchester und Jazz Akademie
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15–21 Uhr ℓ Stadtgarten Outdoor BBQ mit Live-Musik, Kultur, Workshops, Sport und Kulinarik
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Ab 19 Uhr | DJ Picknick mit DJ Delaluz – presented by JKC
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Das ganze Programm und die Jahresbroschüre „USA@250: Experiment Demokratie“ gibt es im Downloadbereich und auf dortmund.de/usa250
Kontakt: Angela Märtin & Dr. Sandra Danneil // Geschäftsstelle Masterplan Wissenschaft
Stadt Dortmund | wissenschaft@stadtdo.de
Eine Veranstaltung der Stadt Dortmund im Rahmen des Gemeinschaftsprojekts „USA@250: Experiment Demokratie“ in Kooperation mit der TU Dortmund sowie vielen engagierten Partnern aus Wissenschaft, Bildung, Kultur, Sport und Wirtschaft.
USA@250 – Experiment Demokratie
Ein Paukenschlag für die Demokratie:
Dortmund feiert 250 Jahre USA mit vielen Highlights und großer Unterstützung
Stadt und TU Dortmund feiern „250 Jahre USA“. Das „Experiment Demokratie“ findet viel Unterstützung: Rund 40 Akteure aus Kultur, Bildung, Freizeit, Wissenschaft und Verwaltung engagieren sich für die Stärkung transatlantischer Beziehungen. Damit trotzen sie bewusst der Systemkrise einer der ältesten Demokratien der Welt.
Am 4. Juli feiern die USA ein Vierteljahrtausend Unabhängigkeit, denn 2026 heißt es zum 250. Mal: „Happy Independence Day!“. „250 Jahre seit der Unterzeichnung der amerikanischen Unabhängigkeit – ein Meilenstein, der für Freiheit und Demokratie steht und über Kontinente hinweg verbindende Werte symbolisiert“, erklärt Dortmunds Oberbürgermeister Alexander Kalouti. Das aus diesem Anlass zusammengestellte Programm liest sich wie ein Paukenschlag für die Demokratie und ist ein klarer Beweis für eine tiefsitzende Überzeugung, dass Zusammenhalt keine Grenzen hat.
In seinem Grußwort definiert TU-Rektor Manfred Bayer Demokratie als den „Traum von Gerechtigkeit und Gleichheit, der nach Martin Luther King Jr. nach Realisierung strebt“ und betont abschließend: „Die Vereinigten Staaten haben Deutschland nach 1945 die Demokratie nicht geschenkt, sondern uns eingeladen, sie gemeinsam weiterzuentwickeln. Sie inspirierten und halfen uns beim Aufbau einer neuen Gesellschaft in Deutschland und ganz Europa und überdauerten auch Rückschläge und Krisen.“ Daran wollen die TU Dortmund und die Stadt 2026 mit einem umfangreichen Programm erinnern.
(v.l.n.r.:) Karin Ehlert, ParkAkademie; Stephan Straub, VHS; Hendrik Denkhaus, Stadt Dortmund; Angela Märtin, Stadt Dortmund; Dr. Sandra Danneil, Stadt Dortmund; Dr. Stefan Mühlhofer; Klaus Wegener, Auslandsgesellschaft; Prof. Dr. Walter Grünzweig, TU Dortmund; Fabian Zeuch, Stadt Dortmund; Pauline Fröhlich, TU Dortmund. (Bild: Stadt Dortmund / Benito Barajas)
Über 80 Einzelbeiträge von mehr als 40 Dortmunder Akteur:innen – das ist gelebte Demokratie und ein starkes Signal für Public Diplomacy anlässlich des 250. Jahrestags der Vereinigten Staaten von Amerika.
Aktuelles & Infos
Dortmund ist "Amerika-Tipp der Woche" im Deutschlandfunk
Im Deutschlandfunk Podcast „Amerika verstehen“ erklärt der Historiker Volker Depkat jeden Samstag wie die USA ticken und wo wir es mit transatlantischen Irrtümern zu tun haben. Depkat blickt mit seiner Hörerschaft wöchentlich in die 250-jährige Geschichte, um ihr die turbulente US-Politik ein bisschen verständlicher zu machen.
Am Ende jeder Episode gibt Depkat immer den „Amerika-Tipp der Woche“. Und in der Episode vom 28. März zum Thema „Militärmacht“ erhält Dortmund ganz besondere Aufmerksamkeit. Der Grund? Dortmund ist die einzige ihrer Art – vor allem auch, weil sie das 250. Independence-Jübiläum feiert wie sonst keine andere Stadt in Deutschland.
„Dortmund ist für meine Begriffe die Stadt in Deutschland, die das Jubiläum der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung am intensivsten feiert“, erklärt der umtriebige Historiker und ist voll der Bewunderung für das Joint Venture – made in Dortmund:
„Es gibt da dieses Projekt ‚USA@250: Experiment Demokratie – 250 Jahre Vereinigte Staaten von Amerika‘. Es gibt da diese Veranstaltungsreihe, organisiert von der Stadt Dortmund der Technischen Uni Dortmund, und die feiert jetzt ein Jahr lang die amerikanische Unabhängigkeitserklärung. Und es machen wirklich alle, alle dieser städtischen Gemeinschaft mit. […] Es gibt viele Städte, die das irgendwie würdigen, aber in der Intensität und mit der breiten Beteiligung aller Institutionen und zivilgesellschaftlichen Akteure – das habe ich so noch nicht gesehen. Insofern: Fahren Sie nach Dortmund!“
Wer den Aufruf von Volker Depkat nochmal im Original nachhören will, klickt hier auf die Seite vom Deutschlandfunk. Der Tipp kommt gegen Ende bei 01:17:00.
Eine lange Historie der Beziehungen
Für Stadt und TU Dortmund stand schon lange fest, „250 Jahre USA“ zu feiern – gibt es doch viele Gemeinsamkeiten und eine lange Historie zwischen Dortmund und den Vereinigten Staaten. Ein ganzes Jahr lang schauen Stadt und Universität in die Vergangenheit, betonen Verbindendes und arbeiten Gemeinsamkeiten heraus. „America 250 is not just a reflection of the past – it is a launchpad for the future”, sagt die US-Generalkonsulin Preeti V. Shah.
Ein Jahresprogramm mit über 80 Einzelbeiträgen liegt inzwischen vor, kuratiert von einem interdisziplinären Projektteam unter Beteiligung des städtischen Hochschul- und Wissenschaftsbüros, dem Team internationale Beziehungen, der Kulturbetriebe sowie der TU Dortmund. Die Veranstaltungen wurden eigens für diesen Zweck konzipiert bzw. wegen ihres USA-Bezugs für dieses Programm ausgewählt. Ob Konzert oder Lesung, botanische Führung, Kochkurs, Comedy oder kritische Diskussionsrunde, auf dem Campus oder in der Stadt.
Einige Highlights
- Das Konzerthaus Dortmund präsentiert einen eigenen Programmschwerpunkt zum Thema und wird dabei große amerikanische Stimmen, verschiedene Orchester sowie indigene Künstler*innen auf die Bühne bringen.
- Der Dortmunder schauraum: comic + cartoon zeigt, wie 250 Jahre USA „zwischen Comicbuchseiten“ entstehen. Anlässlich des 80. Jahrestags des ältesten Comic-Cowboys der Welt gibt es Ausstellungen, Lesungen, Screenings und sogar einen Comic-Streit, der sich mit Lucky Luke und anderen (Anti-)Helden der amerikanischen Comic-Kultur beschäftigt.
- Das Theater Dortmund steuert Programmhighlights wie die Produktionen von „Grease“ und das „Stummfilmkonzert Charlie Chaplin: The Kid“ zum Jahresprogramm bei.
- Im Dortmunder Literaturhaus präsentieren Studierende der Fakultät
Kulturwissenschaften im Rahmen eines Projektseminars eine Serie von
Abenden mit US-amerikanischen Autor*innen und deutschen Büchern über die
Vereinigten Staaten. In einem weiteren interkulturellen Projektseminar der Amerikanistik zum Thema „Amerika-Bilder“ führen Studierende Interviews mit Bürgerinnen und Bürgern aus Dortmund und den USA und werten diese aus. - In ihrem Konzert „America!“ spielen Musiker*innen der Dortmunder Philharmoniker Seite an Seite mit dem Jugendorchester DOJO. Im Fokus steht diesmal amerikanische Musik mit Stücken berühmter Komponisten wie George Gershwin, aber auch von Florence Price, der ersten Schwarzen Frau, deren Musik im Jahr 1933 von einem der fünf großen US-amerikanischen Orchester aufgeführt wurde.
- Die USA im Fokus von Bildung und Kultur ist das Motto einer großen Veranstaltungsreihe der Dortmunder VHS. Mit Beiträgen aus Journalismus, Politik, Wissenschaft und der Unterhaltungsbranche bietet die VHS im ersten Halbjahr ein dichtes Angebot.
Viele Stimmen kommen zu Wort
Dazu kommen viele weitere Ausstellungen, Performances, Workshops und Filmabende. Die Liste der beteiligten Einrichtungen ist lang, insgesamt steuern rund 40 Partner Programmpunkte bei. Darunter sind auch die Fachhochschule Dortmund, die Auslandsgesellschaft.de, das Literaturhaus Dortmund, die Stadt- und Landesbibliothek, der Zoo, das Dietrich-Keuning-Haus sowie Museen, Kinos und Sportvereine mit dabei. Darüber hinaus haben mehrere Partner wie der BVB oder Wilo redaktionelle Beiträge zu ihren USA-Beziehungen beigesteuert.
„Wir freuen uns, wenn viele Menschen sich mit ihrer Sicht beteiligen“, sagt Angela Märtin, Wissenschaftsreferentin der Stadt Dortmund, die das Programm mit koordiniert. „Genauso vielseitig und vielschichtig wie die US-amerikanische Kultur sind auch die Dortmunder Perspektiven – wir möchten viele verschiedene Stimmen zu Wort kommen lassen.“
Dortmunder Beziehungen in die USA
Viele Beziehungen mit den Vereinigten Staaten erwuchsen aus der Kooperation zwischen der Stadt Dortmund und der Universität, die deutschlandweit eines der größten Austauschprogramme mit den USA unterhält.
„Unser studentisches Austauschprogramm mit den USA, für dessen Gestaltung die Technische Universität Dortmund mit einem nationalen Lehrpreis ausgezeichnet wurde, ist eines der größten Deutschlands und ermöglicht gemeinsames Lernen von deutschen und US-amerikanischen Studierenden“, so Prof. Dr. Manfred Bayer, Rektor TU Dortmund.
„Unsere Partnerschaften mit amerikanischen Städten und Institutionen fördern Innovation und tragen dazu bei, globale Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen. Sie zeigen, wie wichtig es ist, Kontakte zu pflegen, Vielfalt zu leben und gemeinsam für eine friedliche, nachhaltige Zukunft einzutreten“, so Oberbürgermeister Alexander Kalouti.
Die Stadt Dortmund ist seit 1978 mit Buffalo im Staat New York verbunden. Schüler*innen- und Studierenden-Austausche sind wichtig – aber nur ein Teil der gelebten Städte-Diplomatie:
„Gerade jetzt schlägt die Stunde der Städte-Diplomatie“, sagt Martin van der Pütten, Leitung Internationale Beziehungen der Stadt Dortmund. „Städte sind der Hort von Demokratie und Rechtstaatlichkeit. Durch die enge internationale Zusammenarbeit und die vielfältigen Beziehungen untereinander sind Städte unverzichtbar für die künftige Transformation, die Stärkung von Rechtsstaatlichkeit und Demokratie. Es gibt in Deutschland über 200 Städtepartnerschaften mit den USA – sie können und müssen ein Bollwerk gegen antidemokratisches Wirken sein.“
Mit Oklahoma City, Seattle, Montgomery County und Pittsburgh arbeitet die Stadt Dortmund in Projektpartnerschaften und globalen Netzwerken eng zusammen – mit Pittsburgh schon seit über 20 Jahren. Beide Städte verbindet ihre postindustrielle Geschichte. 2021 unterzeichneten beide Städte eine Innovationspartnerschaft, vor allem zur Zusammenarbeit im Klimaschutz.
Was feiern die USA am 4. Juli?
Formaler Anlass des Jubiläums ist die Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten von ihrem englischen Mutterland. Die „Declaration of Independence“ formulierte die aufklärerischen Grundsätze der Gleichheit der Menschen und der Demokratie.
„Der US-amerikanische Autor Walt Whitman sprach 1871 vom ‚Experiment Demokratie‘, die einem nicht geschenkt wird, die man bewahren und erneuern, ja für sie kämpfen muss“, erklärt Walter Grünzweig, Professor für Amerikanistik an der TU Dortmund. Als Student erlebte Walter Grünzweig 1976 das „Bicentennial“, die Feiern zum 200. Geburtstag der Vereinigten Staaten. Fünfzig Jahre später koordiniert der Amerikanist nun zusammen mit der Stadt Dortmund die Beiträge von Stadt, Kultur und Wissenschaft. „Das Projekt versteht sich als Geburtstagsgeschenk und Zeichen der Verbundenheit zu einem gemeinsamen demokratischen Experiment, das wir nie als abgeschlossen wahrnehmen dürfen“, freut sich Walter Grünzweig auf ein Jahr voller feierlicher Paukenschläge.
Kontakt:
Stadt Dortmund
Geschäftsstelle Masterplan Wissenschaft
wissenschaft@stadtdo.de
Pressekontakt:
Stadt Dortmund
Katrin Pinetzki | kpinetzki@stadtdo.de
Stadt Dortmund
Angela Märtin / Wissenschaftsreferentin | amaertin@stadtdo.de
Dr. Sandra Danneil / wissenschaftliche Mitarbeiterin | sdanneil@stadtdo.de
Dr. Stefan Mühlhofer / Leiter Kulturbetriebe | smuehlhofer@stadtdo.de
Fabian Zeuch / Internationale Beziehungen | fzeuch@stadtdo.de
Technische Universität Dortmund
Prof. Dr. Walter Grünzweig | walter.gruenzweig@tu-dortmund.de
Pauline Fröhlich | pauline.froehlich@tu-dortmund.de